Smartphone-Detox: 5 Tipps wie es locker klappt

Aktualisiert: 14. Juli

Wir Deutschen greifen im Durchschnitt über 80 Mal täglich zum Smartphone (ausser Dir, bei Dir ist das viel seltener …). Es ist aber auch ein echtes Multi-Talent: Musik hören, Wege finden, mit Gott und der Welt chatten, Nachrichten und Bücher lesen, Mails lesen und schreiben, Infos einholen, sich wecken lassen, Termine und Dates einhalten, Videos ansehen, Partner finden, einkaufen, spielen … und nicht zuletzt: telefonieren. Das Ding kann fast alles.


Und es ist so klein, so leicht und einfach überall dabei. Bunt´s Auge, was für´s Ohr und es vibriert. Einfach toll. Bei so viel Tollem wollen wir gar nicht dran erinnert werden, dass wir uns nicht nur ständiger, teils massiver Strahlung aussetzen, sondern auch, dass wir einen Gutteil unserer Aufmerksamkeit auf eine Fläche eines Brillen-Etuis reduzieren. Irgendwie wissen wir es ja. Ist halt so?


Smartphone-Detox ist einfach

Nein. Du musst Dein Smartphone jetzt nicht wegwerfen. Es geht nur darum, etwas bewusster damit umzugehen. Wie Du Strahlung reduzieren kannst findest Du hier. Wir möchten Dir 5 einfache Tipps geben, wie Du wieder etwas öfter im Real Life ankommst (und es tut gar nicht weh – versprochen).



Tipp 1: Öfter telefonieren statt chatten

Schon einmal mit einer Freundin/einem Freund gechattet und plötzlich antwortet sie/er nicht mehr oder erst nach einer Ewigkeit? Blöd, oder? Warum nicht gleich telefonieren? Das hat mehrere Vorteile: wir bekommen die echte Stimmung unseres Gegenübers mit und es ist schneller alles gesagt und geklärt und es stärkt die Beziehung!


Chats führen dazu gern zu Mißverständnissen, weil sie sehr viel Raum offen lassen für Interpretation und Mutmaßung und der deutschen Rechtschreibung haben sie ebenfalls einen Bärendienst erwiesen.


Besser noch wäre natürlich: man trifft sich gleich Face to Face. Häufig ist das ja auch der Grund eines Chats. Die Info wann und wo man sich trifft reicht.


Tipp 2: Smartphone-freie Zone – Schlafzimmer und Klo

Smartphones stahlen. Und das ist keine sonnige Angelegenheit. Baubiologen verbannen seit langem Strom nachts aus dem Schlafzimmer durch eine partitielle Nacht-Abschaltung. Das Smartphone sollte zur Schlafenszeit ebenfalls dem Schlafzimmer fern bleiben. Mal Hand aufs Herz und ganz vintage: ein analoger Wecker weckt auch und wer Meeresrauschen braucht um einzuschlafen, hat ein ganz anderes Problem. Sag leise servus zum Smartphone im Schlafzimmer. Deine Schlafqualität wird es Dir danken.


Auch auf dem stillen Örtchen müssen wir keine Mails checken oder chatten oder spielen, sondern sollten uns auf das Wesentliche konzentrieren.


Tipp 3: Echte Menschen gehen vor Smartphones

Du kennst das: man trifft sich. Dein Gegenüber prüft alle paar Minuten sein Smartphone und ist ständig mit nur einem Ohr bei dir. Das fühlt sich respektlos an, oder? Hand aufs Herz. Du machst das ebenfalls so? Also: wenn wir uns mit jemandem treffen, bleibt das Smartphone einfach in der Tasche. Wenn jemand etwas echt Wichtiges mitteilen will, wird sie/er anrufen. Versprochen.


Tipp 4: Konzentration ohne Smarphone

Jedes Mal, wenn wir auf ein Bing des Smartphones reagieren und uns aus einer Arbeit reißen lassen, benötigen wir mind. 10 Minuten, um uns wieder zu konzentrieren (aktuelle Studienlage).


Bei sehr Vielen bedeutet das, dass sie es verlernt haben sich auf eine Tätkeit zu fokussieren und sind zudem unproduktiv. Die Folge: Erfolge bleiben aus, Motivation sinkt, wir fühlen uns gestresst. Hinterfragen wir einmal, welchen Informationswert die meisten Nachrichten, die wir ständig erhalten, wirklich haben. Verändern sie unser Leben nachhaltig? Machen sie uns glücklich? Lösen sie echte Probleme? Oder sind sie einfach da.


Aktuelle Smartphones bieten einen "Bitte-nicht-stören"-Modus. Oder einfach den Flugmodus einschalten. Die Welt wird nicht untergehen, wenn Du mal 1-2-3 Stunden nicht erreichbar bist. Falls doch, wirst Du das mitbekommen.


Tipp 5: Prüfe Dich selbst

Wir tracken und erfassen viel Leben: wie viele Schritte gehen wir täglich, wieviel Kalorien futtern wir oder wie viel Geld geben wir aus … warum nicht mal unsere Smartphone-Nutzung? Einfach mal so zum Spaß! Lassen wir uns überraschen. Einfach mal die nächsten Wochen. Beispielsweise durch Apps wie "Offtime" (für iOS und Android).


 

Einschränkung und Verzicht sind böse Worte, die gleich imaginäre Mauern in uns hochziehen. Andererseits – wenn wir mal ehrlich sind – spüren wir, dass wir dem Ruf des Smartphones zu hörig geworden sind. Wedelt da der Schwanz mit dem Hund? Was gut für Dich ist? Vertraue Dir selbst und fühl in Dich hinein!

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